Jahresempfang des Münchner Roten Kreuzes

Jahresempfang des Münchner Roten Kreuzes

Mit einem Jahresempfang für geladene Gäste bedankte sich das Münchner Rote Kreuz am 22. November 2018 bei seinen Unterstützern aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes München, Karl-Heinz Demenat, begrüßte zahlreiche Teilnehmer, darunter Vertreter aus dem Landtag, den Ministerien, dem Münchner Stadtrat, dem Bezirkstag, den Bezirksausschüssen, den verschiedenen Kommunen im Landkreis München, aus den Münchner Wohlfahrtsorganisationen, der Polizei, der Feuerwehr, den Medien, aus der Wirtschaft und dem BRK-Landesverband sowie der BRK-Bezirksverbände.

Demenat dankte in seiner Ansprache den Teilnehmern für ihre tatkräftige Unterstützung im ablaufenden Jahr. Er würdigte dabei auch den Einsatz der 1.100 hauptamtlichen Mitarbeiter und 3.600 ehrenamtlich Aktiven im Münchner Roten Kreuz. 

Hinsichtlich der Herausforderungen im neuen Jahr 2019 fokussierte sich Demenat auf drei Schwerpunkte, die nicht nur den Kreisverband, sondern das gesamte BRK und sicherlich auch alle anderen Hilfsorganisationen beschäftigen:

  • Der eklatante Pflegefachkraftmangel und der drohende Engpass an Pflegehilfskräften führen auch in Bayern schon sehr kurzfristig zu einer prekären Situation in der pflegerischen Versorgung. Längst bleiben auch in stationären Pflegeeinrichtungen immer mehr Pflegeplätze unbesetzt. Das bestehende Personal ist überbelastet. Viele erfahrene Pfleger verlassen ihren Beruf. Sie wollen nicht mehr ständig unter Druck und nicht machbaren Zeitvorgaben arbeiten müssen. Zugleich nimmt die Zahl junger Menschen, die sich für den Pflegeberuf entscheiden, aufgrund mangelnder Attraktivität ab. Die Problematik ist nur mit zusätzlichem, qualifiziertem, ausländischen Personal zu bewältigen. Als wichtiges Signal ist der Entwurf eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes der Bundesregierung zu werten. Er soll am 19.12.verabschiedet werden.
  • Um die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung in Großschadensfällen, besonderen Einsatzlagen, oder Naturkatastrophen zu gewährleisten, werden mehr finanzielle Mittel für den Katastrophenschutz benötigt. Ohne Aufstockung der benötigten Mittel durch den Bayrischen Landtag wird die Leistungsfähigkeit des Zivil-und Bevölkerungsschutzes massiv eingeschränkt.
    Gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen und dem Landesfeuerwehrverband hat das BRK einen ausführlichen Verbesserungskatalog entwickelt. Gleichzeitig wurde der Staatsregierung im März 2018 eine Haushaltsplanung für die nächsten Jahre in Höhe von über 100 Mio. € vorgelegt.
  • Das BRK drängt auf eine Befreiung von Notfallrettung und Krankentransport von europaweiten Ausschreibungsprozessen.
    Die Notfallrettung ist von existentieller Bedeutung für die Bevölkerung und darf schon deshalb nicht einer rein wettbewerbs- und markorientierten Betrachtung unterworfen werden. In anderen Bereichen wie z. B. der Trinkwasser- oder Energieversorgung haben wir längst gelernt, dass das isolierte Kriterium des günstigsten Angebotes zu Fehlentwicklungen führt.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst sind gravierenden psychischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt. Sie haben es verdient, für ihren täglichen Einsatz eine angemessene Bezahlung, eine umfassende Gesundheitsvorsorge und eine Jobsicherheit zu erhalten.

Foto: Xaver Lockau

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