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Wiesn-Halbzeit-Pressekonferenz: Normale Wiesn mit geringeren Patientenzahlen

Wiesn-Halbzeit-Pressekonferenz: Normale Wiesn mit geringeren Patientenzahlen

Bedingt durch das kühle und zum Teil regnerische Herbstwetter zu Wiesnbeginn gingen die Patientenzahlen gemessen an der Vergleichswiesn 2015 * leicht zurück. Mit einem Anstieg der Zahlen ist aber bei anhaltender Wetterbesserung zu rechnen.

Nichtsdestotrotz verdeutlichen die Zahlen, welche Leistung die Einsatzkräfte des BRK bereits bis zur Wiesnmitte erbracht haben: Kräftezehrende Ausfahrten der Tragenteams ins Gelände, lange Schichten bis weit nach Mitternacht und Einsatzspitzen insbesondere von Freitag bis Sonntag Abend fordern die Ärzte und ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch in diesem Jahr.

  • Patienten

Auf der Wiesn-Sanitätsstation haben die Sanitäter und Ärzte des Münchner Roten Kreuzes zur Wiesn-Halbzeit 3.303 (2015: 3.738) Patienten versorgt. Sanitätsdienstliche Hilfeleistungen (Pflaster, Verbände, nicht verschreibungspflichtige Medikamente etc.) reichten bei 1.580 (2015: 1.917) Hilfesuchenden aus. 1.723 (2015: 1.821) Patienten mußten ärztlich behandelt werden.

  • Medizinische Versorgungen

Das Einsatzspektrum bei den medizinischen Versorgungen umfasste alle Verletzungs- und Erkrankungsmuster: internistische, chirurgische, neurologische Notfälle sowie Verletzungen und Erkrankungen im Bereich Hals, Nase, Ohren und Auge und Alkoholvergiftungen. Schwerpunkte waren chirurgische Weichteilverletzungen, z.B. Schnitte an Händen und Füßen sowie Riss-, Quetsch- und Schürfwunden nach Stürzen. In 266 (2015: 337) Fällen führten die Rotkreuzärzte in der Sanitätsstation chirurgische Wundversorgungen durch.

  • Alkoholvergiftungen

337 (2015: 346) Patienten, überwiegend im Alter von 18-30 Jahren, wurden wegen überhöhten Alkoholkonsums im Überwachungsbereich der Sanitätsstation ärztlich versorgt. Die Zahl der Jugendlichen unter 16 Jahren ging in diesem Zusammenhang auf 4 (2015: 8) zurück.

  • Einsatzkräfte und Ärzte

929 ehrenamtliche Helfer- und 98 Ärzte aus unterschiedlichen Disziplinen waren bis zur Wiesn-Halbzeit eingesetzt. Die Rotkreuz-Sanitäter rückten mit ihren gelben Fahrtragen 1.169 (2015:1.213) Mal für Einsätze in das Festgelände aus. Aus der BRK-Sanitätsstation wurden 399 (2015: 442) Patienten in die umliegenden Kliniken transportiert.

  • Erfolgreiche Reanimation am Eröffnungssamstag

Für einen 57-Jährigen hätte der Wiesnbesuch in der Fischer-Vroni am Eröffnungssamstag beinahe tödlich geendet. Er konnte durch das beherzte Eingreifen von anwesenden Sanitätern und einem BRK-Tragenteam nach einem Herzinfarkt und Kreislaufstillstand wiederbelebt werden. Bereits kurze Zeit später hatte der Patient einen stabilen Kreislauf und seine Eigenatmung wiedererlangt. Zusammen mit dem Notarzt der Feuerwehr wurde die Versorgung fortgesetzt und der Patient anschließend zur weiteren Behandlung in die Klinik transportiert.

Die geglückte Reanimation ist nicht nur ein eindrucksvoller Beleg für das Funktionieren der Rettungskette und die eingespielten Abläufe zwischen den beteiligten Hilfsorganisationen auf dem Oktoberfest. Sie zeigt auch, dass das Oktoberfest bei einem medizinischen Notfall aufgrund der Nähe der Wiesn-Sanitätsstation mit ihren zahlreichen Sanitätern und Ärzten ein sicherer Ort ist.

* Vorläufige Zahlen 2017; in Klammern Zahlen der Wiesn 2015; bei der Wiesn 2016 handelte es sich wegen des ZLF um eine „kleine“ Wiesn, wodurch ein Vergleich nur eingeschränkt aussagekräftig wäre.

Foto: Ingeborg Hoffmann International Press Agency

Von rechts: Marcus da Gloria Martins (Polizeisprecher), Josef Schmid (Bürgermeister und Festleiter), Florian Hörhammer (Feuerwehrsprecher) und Dr. Peter Behrbohm (Sprecher des BRK-Kreisverbandes München)

Link: https://www.youtube.com/watch?v=n3fbiAuL6Uk

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