Fähnchen mit DRK-Logo Copyright: DRK / Foto: Jörg F. Müller

Weltrotkreuztag 2020: Mit Menschlichkeit Krisen überstehen

 

Mit gesellschaftlichem Zusammenhalt können wir Krisen besser bewältigen. Menschlichkeit, das Ideal von Henry Dunants, dem Gründer des Roten Kreuzes, ist dabei jetzt so aktuell wie vor über 160 Jahren.

„Menschen, die sich für andere engagieren, sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, betont Karl-Heinz Demenat Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes. „Große Herausforderungen, wie die Flüchtlingsbewegung 2015, das Hochwasser in Bayern 2016 oder die aktuelle Corona-Krise könnten ohne den Einsatz der Bevölkerung und freiwilligen Helferinnen und Helfer weniger gut bewältigt werden.“ Die ehrenamtlichen Mitglieder des Münchner Roten Kreuzes sind ein wesentlicher Teil des zivilgesellschaftlichen Engagements in München.

Rund 3.900 Frauen und Männer engagieren sich beim Münchner Roten Kreuz ehrenamtlich. 2019 waren sie 260.000 Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz. Ob bei der Bergwacht, der Wasserwacht, im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz, im Jugendrotkreuz oder im sozialen Bereich mit benachteiligten Jugendlichen, Senioren, Kranken, Geflüchteten und anderen Hilfsbedürftigen. Gemeinsam mit rund 1.200 hauptberuflichen Mitarbeitenden setzen sie ein Zeichen für Menschlichkeit und kompetente Hilfe in Stadt und Landkreis München. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz erinnern sie täglich an die Grundsätze des Roten Kreuzes, die anlässlich des Weltrotkreuztages am 8. Mai im Vordergrund stehen.

Der Weltrotkreuztag erinnert an den Geburtstag Henry Dunants, des Gründers der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Er wäre heuer 192 Jahre alt geworden. Im Juni 1859 wurde der Schweizer Kaufmann Zeuge der Schlacht von Solferino in Norditalien. Mit Freiwilligen organisierte er Hilfe und legte damit das Fundament des Roten Kreuzes. Seine Ideale der Menschlichkeit sind heute so aktuell wie vor 161 Jahren.

Herausforderndes Engagement während der Corona-Krise

Heuer sind Wasserwacht, Bergwacht und die Bereitschaften des Münchner Roten Kreuzes durch die Corona-Pandemie besonders gefordert. Nicht nur im Rahmen des Katastrophenschutzes, auch bei Einsätzen an Seen, an der Isar, in den Bergen können die Ehrenamtlichen mit infizierten Personen oder Covid-19-Verdachtsfällen in Berührung kommen. Damit die Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes für die Herausforderungen gerüstet sind, schult das Münchner Rote Kreuz bisher 420 Frauen und Männer in spezieller Hygiene und Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung.

Hilfe in Krisenzeiten

15 Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Münchner Roten Kreuzes mit 110 Einsatzkräften befinden sich in Alarmstufe 1 und sind rund um die Uhr abrufbereit. Neben den Bereitschaften des Münchner Roten Kreuzes stehen auch die Einsatzkräfte der Bergwacht München und der Wasserwacht München außerhalb ihrer Einsatzgebiete zur Verfügung, um in der Stadt und im Landkreis zu unterstützen.

Neben dem Einsatz im Rettungsdienst und Katastrophenschutz arbeiten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auch in lokalen Angeboten zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie z.B. Einkaufshilfen aktiv mit. Sie produzieren Schutzschilde und Alltagsmasken, helfen bei Essensausgaben oder organisieren Möglichkeiten zum Blutspenden.

Podcast zum Weltrotkreuztag

Normalerweise finden am Weltrotkreuztag weltweit Aktionen statt. Dieses Jahr entfallen durch die Corona-Krise viele Veranstaltungen. Der Podcast von und für Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler „7 gute Gründe“ gestaltet daher am 8. Mai einen am 8. Mai einen Sonderbeitrag

Informationen zum freiwilligen Engagement