Die Bergwacht München und die Freiwillige Feuerwehr Pullach im Isartal haben am Samstag, den 26.09.26 gemeinsam die Rettung verletzter Personen aus dem anspruchsvollen Gelände des Isarhochufers trainiert. Eine bisher einzigartige Übung zur Verbesserung der Sicherheit der Münchner Bevölkerung.
10 Personen der Bergwacht München und insgesamt 28 Personen der Freiwilligen Feuerwehr Pullach trafen sich am frühen Samstagvormittag gemeinsam in der Feuerwehrwache Pullach. Zunächst stellten sich beide Organisationen gegenseitig ihre Fahrzeuge und spezielle Rettungsausrüstung vor, um gegenseitig Verständnis für die Materialien zu entwickeln. Die Bergwacht München war mit einem Gerätewagen Berg, einem Gerätewagen Höhle sowie einem ATV vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Pullach beteiligte sich mit zwei Mannschaftstransportwagen, einem Kommandowagen, einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und einer Drehleiter. Besonders wichtig war aber der Austausch der Einsatzkräfte über Einsatztaktiken und Vorgehensweisen bei Rettungen in schwierigem Gelände, denn dieses gemeinsame Verständnis musste im nächsten Schritt in der Praxis, also direkt am Isarhochufer erprobt werden.
Im Gelände arbeiteten Feuerwehr und Bergwacht bewusst in gemischten Gruppen zusammen. An mehreren Stationen galt es, insgesamt drei angenommene verletzte Personen mit unterschiedlichen technischen Verfahren zu retten. Dabei kamen unter anderem Schleifkorb, Sommertrage und seiltechnische Rettungsverfahren zum Einsatz. Es hat sich gezeigt, dass das Know-how der Bergwacht München für das Isarhochufer genauso unschätzbar ist, wie die technische Ausstattung und die Manpower der Feuerwehr. Die verletzten Personen konnten ohne größere Pannen sehr schnell gerettet werden.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames reales Einsatzszenario: Zwei Mountainbiker waren im Bereich des Isarhochufers verunglückt und mussten aus dem Gelände gerettet werden. Bergwacht und Feuerwehr übernahmen jeweils die Versorgung und technische Rettung eines Patienten. Gleichzeitig galt es, die Führung und Koordination beider Organisationen miteinander zu verzahnen. Dies klappte ohne größere Missverständnisse und auch dieses Szenario wurde gemeinsam erfolgreich abgeschlossen.
„Feuerwehr und Bergwacht bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Ausrüstung mit, die sich bei Einsätzen in schwierigem Gelände hervorragend ergänzen. Entscheidend ist, dass wir uns nicht erst im Ernstfall kennenlernen, sondern vorher gemeinsam trainieren und wissen, wie die jeweils andere Organisation arbeitet. Die gemeinsame Übung am Isarhochufer ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Versorgung der Münchner Bevölkerung“, erklärt Hilmar Kus, Bereitschaftsleiter der Bergwacht München.
Neben der praktischen Ausbildung stand deshalb insbesondere das gegenseitige Kennenlernen von Fähigkeiten, Einsatzmitteln und Arbeitsweisen im Mittelpunkt. Die gemeinsame Übung schuf die Möglichkeit, Schnittstellen zu erproben und voneinander zu lernen. Für die beteiligten Organisationen war der Übungstag damit nicht nur eine technische Ausbildung, sondern auch ein weiterer Schritt hin zu einer engen und verlässlichen Zusammenarbeit bei Einsätzen im Bereich des Isarhochufers.
