Übermäßiger Alkoholkonsum, Erschöpfung, Kreislaufprobleme und Verletzungen sind die häufigsten Ursachen für die Einsätze des Münchner Roten Kreuzes im Fasching. Doch für den Höhepunkt des Faschings ist das Münchner Rote Kreuz gut vorbereitet.
Medizinische Versorgung bei „München Narrisch“
Am Faschingssonntag, Rosenmontag und Faschingsdienstag sind insgesamt 48 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes für die sanitätsdienstliche Betreuung der großen Faschings-Party in der Innenstadt „München Narrisch“ verantwortlich. Zwei mobile Notärzte stellen die ärztliche Versorgung sicher.
Sanitätswache und „Kinderfundstelle“ im Rathaus
Die Hilfsorganisation funktioniert die Grütznerstube des Rathauses von Faschingssonntag bis Faschingsdienstag in eine vollfunktionsfähige Sanitätswache mit mehreren Behandlungsplätzen um.
Am Faschingsdienstag richtet das Münchner Rote Kreuz in der Grütznerstube eine zentrale „Kinderfundstelle“ ein. Hier werden Kinder betreut, die im Gedränge vorübergehend den Kontakt zu ihren Eltern verloren haben. Speziell geschulte Helfende des Münchner Roten Kreuzes kümmern sich um die Mädchen und Jungen, bieten ihnen einen ruhigen, geschützten Raum und sorgen dafür, dass sie sich sicher fühlen, bis sie wieder mit ihren Angehörigen vereint werden.
Die Kinderfundstelle arbeitet eng mit Polizei und Veranstaltern zusammen, um die Betreuungspersonen möglichst schnell ausfindig zu machen. Für Suchende ist sie klar ausgeschildert und von 11.30 bis 19.30 Uhr durchgehend besetzt.
Fünf Erste-Hilfe-Stationen in der Fußgängerzone
Um den tausenden Feiernden bei Notfällen oder auch bei kleinen Blessuren rasch versorgen zu können, betreibt das Münchner Rote Kreuz fünf Sanitätsstationen, die von 11.00 bis 19.00 Uhr für alle offen stehen:
- Marienplatz, Rathaus - Grütznerstube neues Rathaus, „Kinderfundstelle“
- Ettstraße / Ecke Neuhauserstraße
- Kaufinger Straße / Ecke Liebfrauenstraße
- Neuhauser Straße / Ecke Herzog-Wilhelmstraße
- Station Karlsplatz / Stachus
Diese Stationen gewährleisten, dass alle Feiernden im Notfall in wenigen Schritten professionelle Unterstützung finden.
Vier Erste-Hilfe-Stationen beim Tanz der Marktweiber
Beim traditionellen Tanz der Marktweiber am Viktualienmarkt am Faschingsdienstag sorgen weitere 29 ehrenamtliche Kräfte für sanitätsdienstliche Sicherheit. Erkrankte oder verletzte Menschen erhalten an einer der vier zusätzlichen mobilen Erste-Hilfe-Stationen von 9.00 bis 19.30 Uhr direkt am Viktualienmarkt Hilfe:
- Frauenstraße / Viktualienmarkt
- Viktualienmarkt-Nordsee
- Viktualienmarkt, vor Hl.-Geist-Kirche
- Prälat-Zistl-Straße / Rosental
Alle Einsätze werden zentral koordiniert, damit jede Hilfeleistung schnell erfolgt und bestmöglich aufeinander abgestimmt ist. Sollte eine psychosoziale Akutbetreuung notwendig sein, steht der Dienst für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Münchner Roten Kreuzes jederzeit in Rufbereitschaft.
