Das Münchner Rote Kreuz hat seine Infrastruktur im Münchner Osten grundlegend modernisiert und den neuen Standort Am Moosfeld 97 am 6. Februar eingeweiht. Die moderne Einrichtung umfasst eine Rettungswache sowie Räume der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft Trudering. Damit werden die Notfallversorgung und der Bevölkerungsschutz nachhaltig gestärkt.
Im Rahmen der Baumaßnahmen wurde das vorhandene Gebäude am Moosfeld 97 umfassend saniert und an die spezifischen Anforderungen des Rettungsdienstes sowie der ehrenamtlichen Einsatzkräfte angepasst. Entstanden sind moderne Dienst- und Bereitschaftsräume, ein großzügiger Schulungsbereich für Aus- und Fortbildungen sowie eine neu errichtete Fahrzeuggarage. Damit wird die Einsatzfähigkeit sowohl in der medizinischen Notfallversorgung als auch bei Krisenlagen und Großschadensereignissen langfristig sichergestellt.
Bürgermeisterin Verena Dietl betonte in ihren Grußworten: „Mit dem Roten Kreuz hat die Landeshauptstadt einen verlässlichen und kompetenten Partner im Zivil- und Katastrophenschutz sowie bei der rettungsdienstlichen Versorgung an ihrer Seite. Auch unsere Stadt wird sich zunehmend auf neue und herausfordernde Situationen einstellen müssen. Wir stehen aufgrund der geopolitischen und klimatischen Entwicklungen vor einer Zeitenwende, auch was die Anforderungen an den Zivil- und Katastrophenschutz angehen. Ich freue mich über den neuen Standort im Münchner Osten, den ich auch als Würdigung für die Arbeit der zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Helfer*innen ansehe. Mein besonderer Dank gilt heute denjenigen, die diesen Standort mit Leben füllen werden: den Einsatzkräften und den Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern des Münchner Roten Kreuzes.“
„Unsere Aufgabe ist es, Menschen in Notlagen beizustehen. Mit dem neuen Standort schaffen wir die Rahmenbedingungen, um dieser Verantwortung auch in den kommenden Jahren zuverlässig gerecht zu werden,“ erklärt Simone Rohrer, Geschäftsführerin des Münchner Roten Kreuzes, im Rahmen der Einweihungsfeier.
Der neue Standort ist Teil einer weitreichenden städtebaulichen Entwicklung. Das bisherige Gebäude, das ehemalige Truderinger Rathaus, wird einer neuen Nutzung zugeführt. Bereits 2013 begann die intensive Auseinandersetzung mit der Zukunft der bisherigen Rettungswache. Darauf folgten Jahre der Planung, Standortsuche und Abstimmung. Ziel war es stets, eine tragfähige und zukunftssichere Lösung für Rettungsdienst und Bereitschaften zu schaffen – ein Ziel, das mit dem neuen Standort nun erreicht wurde.
„Unser großer Dank gilt der Landeshauptstadt München für die Unterstützung bei der Grundstückssuche.“, betont Simone Rohrer. „Mit dem Standort Am Moosfeld schaffen wir nicht nur Ersatz, sondern eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Das stärkt unsere Einsatzfähigkeit und die Attraktivität des Ehrenamts.“
Die Bauarbeiten hatten im Herbst 2024 begonnen. Anfang 2026 nahmen rund 50 Mitarbeitende des Rettungsdienstes sowie etwa 75 ehrenamtliche Kräfte der BRK-Bereitschaft Trudering ihre Arbeit am neuen Standort auf. Sie gewährleisten den schnellen, zuverlässigen Einsatz bei medizinischen Notfällen, Sanitätsdiensten und im Katastrophenfall.
13 BRK-Rettungswachen in der Stadt und im Landkreis München
Die Rettungswache Trudering ist Teil des Netzes von insgesamt dreizehn BRK-Rettungswachen in der Stadt und im Landkreis München. Diese bilden eine tragende Säule in der regionalen Notfallversorgung: 2025 rückten der Rettungsdienst des Münchner Roten Kreuzes zu 55.400 Notfalleinsätzen aus. Hinzu kamen 27.000 Krankentransporte und Verlegungsfahrten, was eine Gesamtzahl von 82.400 Einsätzen im Jahr ergibt.
Der Rettungswache Trudering sind insgesamt 49 Mitarbeitende zugeordnet. 19 Notfallsanitäter*innen, 29 Rettungssanitäter*innen und ein Rettungsdiensthelfer. Dazu kommen zwei Freiwillige, die ein
Freiwilliges soziales Jahr absolvieren.
Die Bereitschaft Trudering besteht aus 75 ehrenamtlichen Mitglieder und leistet im Jahr knapp 4.000 Einsatzstunden. Im Rahmen des Bevölkerungsschutzes und Katastrophenschutzes ist sie Bestandteil einer der beiden Schnelleinsatzgruppen Behandlung des Münchner Roten Kreuzes sowie einer Schnelleinsatzgruppe Transport, Zusammen fallen für die Rufbereitschaft rund 38.000 Stunden im Jahr an. Die ehrenamtlichen Mitglieder führen auch Blutspendetermine durch und wirken im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, insbesondere in Berg am Laim, Trudering aktiv mit
